Ölpreis schießt auf Rekordhoch
Harte Zeiten für Autofahrer: Der Ölpreis hat die Schwelle von 130 Dollar pro Barrel überschritten. Superbenzin und Diesel kosten in der Folge mit 1,52 Euro erstmals gleich viel. Das bringt vor allem den ADAC auf die Palme.
Als Grund für den Preisaufschlag beim Öl von über 1 Dollar nannten Experten vor allem die weiter steigende Nachfrage und daraus resultierende Versorgungsängste. Öl ist derzeit etwa doppelt so teuer wie vor einem Jahr. Analysten erwarten, dass der Preis seinen Höhenflug fortsetzen wird. In den nächsten zwei Jahren könnte er nach aktuellen Prognosen bis auf 200 Dollar je Fass steigen.
Als Auslöser für den jüngsten Preisschub gilt unter anderem ein Bericht, wonach der Präsident der Organisation Erdöl exportierender Staaten (OPEC) angekündigt hat, die Länder der Vereinigung würden ihre Fördermenge zunächst nicht erhöhen. Erschwerend kommen seit einiger Zeit der große Energiehunger Asiens sowie der schwache Dollar hinzu.
Derzeit seien die Öl-Märkte von einer Mischung aus Versorgungsängsten, Einflüssen der Finanzmärkte und Prognosen über die weitere Preisentwicklung geprägt, sagte die Sprecherin des Mineralölwirtschaftsverbandes, Barbara Meyer-Bukow, der AP in Hamburg. Zuletzt gab es zudem Lieferschwierigkeiten bei Öl aus dem Förderland Nigeria. Auch geopolitische Spannungen etwa zwischen Iran und den USA trieben den Preis. Das für die Versorgung in Europa wichtige Nordseeöl der Sorte Brent legte am Mittwoch am Handelsplatz in London ebenfalls weiter zu und kostete zwischenzeitlich 129,72 Dollar je Fass.
Der teure Öl schlägt schon seit Wochen voll auf die Verbraucher in Deutschland durch. An den Tankstellen müssen die Autofahrer derzeit Spritpreise auf Rekordniveau zahlen. Die hohe Nachfrage sei der Grund, dass Diesel erstmals genauso viel koste wie Superbenzin, hieß es aus der Mineralölbranche. Am europäischen Einkaufsmarkt in Rotterdam kostete eine Tonne Benzin am Mittwoch etwa 1.090 Dollar, eine Tonne Diesel rund 1.290 Dollar. Experten hatte zuletzt mehrfach betont, die Autofahrer in Deutschland müssten sich dauerhaft auf hohe Spritpreise einstellen.
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